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Aufbau einer dezentralen Lüftungsanlage

Lüftungsprinzip bei dezentralen Lüftungsgeräten

Nach technischer Definition ist eine Lüftung eine technische Anlage, mit der frische Luft in Räume oder Gebäude geleitet wird. Unterteilen lassen sich Lüftungssysteme grob in zentrale und dezentrale Anlagen. Dezentrale Lüftungsanlagen für Wohnräume ist so aufgebaut, dass die Lüftungsgeräte paarweise auf verschiedene Positionen innerhalb einer Wohneinheit aufgeteilt sind. Den ersten Schritt für die Installation einer dezentralen Lüftungsanlage stellt die Planung und Berechnung  der notwendigen Luftmengen dar. 

Danach müssen die Lüfter in die Außenwand installiert werden. Im Neubau werden Mauersteine ausgelassen oder Wandeinbaublöcke eingesetzt, um eine Öffnung für das Gerät zu schaffen. Bei Sanierungen wird mittels einer Kernlochbohrung eine Öffnung in eine bestehende Wand gebohrt. In die entstandenen Durchlässe werden die Wandeinbauhülsen eingeschäumt, der Wärmespeicher mit Ventilator wird eingesetzt und zum Schluss wird das System außen und innen mit einer Wetterschutzhaube bzw. Innenblende abgedeckt.

Aufbau einer dezentralen Lüftungsanlage

Wie funktioniert eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung?

Wandeinbau einer dezentralen Lüftung und deren Funktion

Die Funktion einer Wohnraumlüftung ist wie folgt: Bei dezentralen Lüftungsanlagen für Wohnräume setzt man die Lüftungsgeräte stets paarweise ein. Dabei müssen nicht immer zwei Lüfter in einem Raum platziert werden. Durch Überströmöffnungen, wie z.B. durch einen kleinen Türspalt, können diese miteinander „kommunizieren“. Dieses Prinzip nennt man Querlüftung – es sorgt dafür, dass der Wohnraum effektiv mit Frischluft durchströmt wird.

Querschnitt von Wandeinbau einer dezentralen Lüftungsanlage


Die Funktion einer Wohnraumlüftung erfolgt durch die Lüftungsgeräte, welche im Gegentakt arbeiten: Der Reversierventilator eines Lüftungsgerätes dreht sich 70 Sekunden lang in eine Richtung und transportiert die verbrauchte Luft nach außen. Dabei speichert der Keramik-Wärmespeicher die Wärme der verbrauchten Luft aus dem Innenraum. Anschließend ändert sich die Drehrichtung der Ventilatoren beider Lüftungsgeräte. Nun strömt frische Luft von außen in den Wohnraum. Die Keramik gibt die gespeicherte Wärme wieder an die Frischluft ab – genannt Wärmerückgewinnung. Somit können bis zu 93 Prozent der Wärme erhalten bleiben. Diese Funktion einer Wohnraumlüftung wird aufgrund der unterschiedlichen Luftrichtungen auch als Push/Pull-Prinzip bezeichnet.

Die Funktion einer Wohnraumlüftung und das Prinzip dezentraler Lüftungsanlagen von inVENTer

Aufbau eines dezentralen Lüftungsgeräts

Ein dezentrales Lüftungsgerät besteht grundlegend aus folgenden Bauteilen: Innenblende, Reversierventilator, Keramik-Wärmespeicher, Wandeinbauhülse und Wetterschutzhaube. Es gibt außerdem noch Systeme, in denen der Luftaustausch über einen Kreuzstromwärmetauscher erfolgt. Den Aufbau und die Funktion der Lüftungsanlage können Sie aus der folgenden Tabelle entnehmen:

Zubehör und Regler für Lüftungsanlagen für Wohnräume mit Wärmerückgewinnung

Zubehör für dezentrale Lüftungssysteme

Für dezentrale Lüftungssysteme ist eine Vielzahl an Zubehörteilen verfügbar. So gibt es für inVENTer-Lüftungssysteme zusätzliche Filtersysteme sowie Schallschutz- und Windschutzmaßnahmen. Für Allergiker oder für besondere Gegebenheiten (z. B. hohe Feinstaubbelastung) sind sowohl Pollen- als auch Feinfilter nachrüstbar, schlechte Gerüche hält der Aktivkohlefilter fern. Als besondere Vorgabe gilt oft der Schallschutz – diesen kann man bei inVENTer-Lüftungsanlagen mit Schallschutzeinlage, Schalldämmeinsatz und Schallprotektor verbessern. Vor allem in Küstengebieten spielt der Windschutz eine Rolle – es empfiehlt sich der Einbau des Windschutzeinsatzes in die Wandeinbauhülse.

Regler für dezentrale Lüftungsgeräte

An die einzelnen Lüftungsgeräte einer dezentralen Anlage werden Regler angeschlossen. Diese sorgen dafür, dass die Lüfter miteinander verbunden sind und in die richtige Richtung laufen. So kann die dezentrale Lüftungsanlage bedarfsgerecht gesteuert werden. Dabei verfügen die Regler über unterschiedliche Funktionen. Eine einfache Steuerung über eine berührungsempfindliche Bedienoberfläche (Touch-Oberfläche) ist dabei ebenso möglich wie eine Einrichtung individueller Lüftungszonen über unseren Premium-Regler, bei der mit Hilfe einer Wochenschaltuhr die Lüftung genau auf die Anforderungen der Bewohner vorprogrammiert wird.

MZ-Home

MZ-Home - Regler für die dezentrale Lüftung

Funktion reiner Abluftgeräte für die Lüftung

Abluftgeräte führen verbrauchte Luft aus dem Wohnraum nach außen ab, sie arbeiten nur in eine Richtung und ohne Wärmerückgewinnung. Abluftsysteme werden häufig in Badezimmern, Abstellkammern oder selten genutzten Räumen verwendet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ganze Wohneinheiten mit Abluftanlagen auszustatten.

Beim Einsatz im Badezimmer laufen die Geräte nur zeitweise. Dabei sind die Abluftgeräte mit Feuchtesensoren, Lichtsensoren oder Nachlaufschaltern ausgestattet und besonders bei Bedarf in Betrieb, z. B. nach dem Duschen oder wenn die Luftfeuchtigkeit durch andere Gründe ansteigt. 

In Abstellkammern oder selten genutzten Räumen sind die Geräte für den dauerhaften Betrieb gedacht. Zusätzlich zu den Abluftgeräten, die meist 24 Stunden am Tag Luft nach außen bringen, sind in den Außenwänden der Wohneinheit Luftdurchlässe eingebaut, über die Frischluft nachströmen kann. Dadurch wird effektiv Schimmel und Feuchtigkeit vorgebeugt. Zu beachten ist allerdings, dass keine Wärmerückgewinnung stattfindet.

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