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Regelmäßiger Luftaustausch im WartezimmerGesunde Luft im Warteraum einer Arztpraxis

Abstand halten, Desinfektion der Hände, Mundschutz und Lüften sind die Gebote der Stunde. Besonders in Warteräumen, wo die unterschiedlichsten Personen zusammentreffen– mit oder ohne Krankheitssymptome, übertragen sich Infektionskrankheiten sehr schnell über die unzureichend gewechselte Innenraumluft.

Entgegen gelebter Praxis reichen gekippte Fenster für eine annähernd virenfreie Luft im Warteraum nicht aus. Regelmäßiges, häufiges Stoßlüften sollte an der Tagesordnung sein, birgt aber gerade in der kalten Jahreszeit den großen Nachteil, dass das Wartezimmer auskühlt, Kunden oder Patienten frieren und kostspielig nachgeheizt werden muss. Eine kontrollierte Lüftung für Warteräume innerhalb einer Arztpraxis kann Abhilfe schaffen.

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Planungsbeispiel für eine Lüftung in der Arztpraxis

Anforderung:

  • ASR A3.6 und A3.7.
  • CO2– Konzentration unter 1000 ppm
  • Volumenstrom: ca. 30 m³/h pro Person

Die lüftungstechnischen Anforderungen einer Lüftung in Arztpraxen können ähnlich wie in Büroräumen angesehen werden und es gelten die Auslegungsparameter der Arbeitsstättenrichtlinie. Diese stellt Anforderungen an die freie Lüftung über Fenster und an die Belüftung über mechanische Lüftungssysteme in den Abschnitten ASR A3.6 und A3.7.

Zur Bewertung der Raumluftqualität ist die CO2-Konzentration ein anerkanntes Maß. Gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie soll diese nicht über 1.000 ppm liegen. Diese kann z. B. durch Öffnen der Fenster erreicht werden, dann sollte alle 60 Minuten je nach Witterung für 3-10 Minuten eine Stoßlüftung durchgeführt werden. Oder der Luftaustausch erfolgt durch eine raumlufttechnische Anlage mit einem Volumenstrom von ca. 30 m³/h pro Person.

Neben dem CO2-Abtrag findet dabei durch die mechanische Lüftung in Arztpraxen auch eine Infektionsvorbeugung statt. Vorhandene Aerosole werden über die Geräte nach außen befördert und der zugeführte Frischluftanteil senkt die Konzentration der Aerosole in der Raumluft.

Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von mechanischer Lüftung und Fensterlüftung. Durch den Einsatz effizienter Lüftungsanlagen in Warteräumen sowie Arztpraxen kann die Belüftung vollständig darüber erfolgen oder unterstützend die Anzahl der Fensteröffnungen auf ein Minimum reduzieren.

Behandlungszimmer

Behandlungszimmer 1 + 2 mit je 2 Personen

  • 30 m³/h pro Person
  • Erforderlicher Außenluftvolumenstrom durch das Lüftungssystem = 60 m³/h

Der iV-Office wird in den Behandlungsräumen mit 25 m³/h je Gerät ausgelegt, daraus folgt bei zwei Geräten im Raum (einem Gerätepaar) ein Außenluftvolumenstrom von 50 m³/h.

Damit stehen den Personen in den Behandlungsräumen jeweils 25 m³/h Frischluft durch die Lüftung zur Verfügung.

Wartezimmer mit Maske

Wartezimmer

Lueftung-im-Warteraum

Warteraum mit durchschnittlich 5 Personen

  • 30 m³/h pro Person
  • Erforderlicher Außenluftvolumenstrom durch das Lüftungssystem = 150 m³/h

 

Im Wartebereich werden die Geräte mit 30 m³/h je Gerät ausgelegt, daraus folgt bei zwei Geräten im Raum (einem Gerätepaar) ein Außenluftvolumenstrom von 60 m³/h.

Damit stehen den Personen im Warteraum jeweils 12 m³/h Frischluft zur Verfügung.

 

Fazit zur Lüftung in der Arztpraxis

Der iV-Office erreicht eine kontinuierliche Grundlüftung innerhalb der vorgegebenen Anforderung an die Schallemission (hier: 35 dB(A) im Behandlungsraum und 40 dB(A) im Warteraum). Der Luftaustausch kann durch den Nutzer je nach Bedarf temporär auf bis zu 90 m³/h erhöht, oder zeitweise gesenkt werden um die Schallemission zu verringern. In jedem Fall kann über die Fenster der fehlende Außenluftvolumenstrom erreicht werden. Durch die Erfüllung der Anforderungen zu 50 % kann in diesem Beispiel die erforderliche Anzahl der Stoßlüftungen halbiert werden, so dass eine Stoßlüftung aller zwei Stunden ausreicht.

Ihre Vorteile einer dezentralen Lüftung in Warteräumen

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