Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung

Regenerator | "Wärmespeicher"

Hier wird der Wärmespeicher, der aus einem Festkörper aus Keramik oder Aluminium besteht, abwechselnd von kalter und warmer Luft durchströmt.
Dafür sorgt ein sogenannter „Reversierventilator“, der in gewissen Zeitabständen seine Laufrichtung ändert und Luft nach außen abführt oder Luft ins Innere des Wohnraums bringt. Das Intervall kann zum Beispiel 70 Sekunden betragen.
Der Regenerator entzieht der warmen Luft ihre Wärme und speichert sie zwischen. Wenn der sogenannte „Reversierventilator“ seine Richtung ändert, gibt der Wärmespeicher die gespeicherte Wärme an die kühlere Luft ab, die Wärme wird also wiederverwendet. Insbesondere die Keramikausführungen erreichen dabei hohe Wärmerückgewinnungswerte.

Rekuperator | "Wärmetauscher"

Kalte Außenluft und warme Abluft fließen gleichzeitig durch einen Wärmetauscher, z. B. aus Kunststoff oder Aluminium. Die zwei Luftströme sind durch Kanäle oder Platten voneinander getrennt, die in geringen Abständen parallel zueinander angeordnet sind. Außenluft und Abluft werden dazwischen hindurchgeführt, sie fließen aneinander vorbei. So wird die Wärme der verbrauchten abgeführten Luft über das Material auf die zugeführte kalte Luft übertragen. Es existieren verschiedene Ausführungen wie Kreuzstrom-, Gegenstrom- oder Kreuzgegenstromwärmetauscher.  Einsatzbereich von Wärmetauschern sind reine Einzelraumgeräte zur Lüftung einzelner Räume ohne Überströmung. 


Vorteil dezentraler Lüftungssysteme

Der Vorteil der dezentralen Lüftung liegt darin, dass aufwändige Rohrleitungsnetze für Be- und Entlüftung entfallen können; einzig die Dicke der Außenwand ist zu überwinden.
Hierdurch reduzieren sich sowohl Planungsaufwand, als auch Wartungs- und Reinigungskosten.
Der Verzicht auf Rohrleitungsnetze ermöglicht des Weiteren auch die einfache Nachrüstung dezentraler Systeme bei der Sanierung bestehender Gebäude. 

 

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