Warum eigentlich Raumlüftung?

Gebäudehüllen und Fenster haben sich über die letzten Jahrzehnte stark verändert. Sie werden immer dichter gebaut beziehungsweise besser gedämmt. Dies verhindert ungewollte Wärmeverluste und spart Energie. Aufgrund der Abdichtung lauert allerdings eine andere Gefahr: Feuchte und Schimmelbildung. Lüften heißt das Zauberwort, um dem vorzubeugen. Doch warum ist die regelmäßige Raumbelüftung sowohl für die Bewohner als auch die Vermieter so wichtig und wie wird optimal gelüftet?

Frische Luft als Lebenselixier

Wer seine Fenster zuhause nur öffnet, wenn es unangenehm riecht oder sich Kondenswasser bildet, der unterschätzt die Bedeutung von Frischluft für sich und die Wohnräume. Dabei spielt die Belüftung eine sehr große Rolle für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und den Schutz des Gebäudes.
Pro Tag atmet ein gesunder Mensch in geschlossenen Räumen weit mehr als 10.000-mal ein und aus. Ohne regelmäßige Zufuhr von frischem Sauerstoff – unserem Lebenselixier – fühlen wir uns müde und unbehaglich. Abgestandene Luft hat einen erhöhten Kohlendioxidgehalt und muss ausgetauscht werden, um zum Beispiel Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen vorzubeugen.
In warmer Raumluft sammelt sich zudem Feuchtigkeit durch unseren Atem und verschiedene Tätigkeiten wie Kochen oder Duschen. Sie kondensiert, wenn sie auf kalte Stellen trifft. Feuchteschäden und Schimmelsporen an der Bausubstanz sind meist die Folge. Erste Schimmelpilze wachsen in dauerhaft ungelüfteten Räumen bereits bei über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das Einatmen der Giftstoffe kann zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Hygienische und bautechnische Gründe machen einen ausreichenden Luftaustausch damit unabdingbar.


Wenn die Raumlüftung lästig wird

Früher sorgten viele Fugen am Gebäude für ein frisches Lüftchen. Dank besser abgedichteter Fenster und Wände sind Häuser heutzutage dagegen deutlich energieeffizienter, doch das Belüften von den Wohnräumen darf nicht zu kurz kommen. Wie viel gelüftet werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Jahreszeit und der Außentemperatur ab. Raumhygieneexperten empfehlen täglich mindestens vier bis sechs Mal Stoßlüften.
Ohne Frage, das Lüften stellt Bewohner regelmäßig vor Herausforderungen, denn in den meisten Haushalten ist tagsüber selten jemand zuhause. Die richtige Raumlüftung ist allerdings nicht bloß Nutzersache. Gerichte erwarten vom Mieter höchstes zumutbares Engagement beim Hausbelüften. Laut Landgericht Frankfurt kann dies bis zu vier Mal am Tag Lüften umfassen, um die Entstehung und Ausbreitung von Schimmel zu begrenzen. Dennoch wird auch der Wohnungseigentümer zur Verantwortung gezogen, wenn ein Sachverständiger Baumängel feststellt.

Der Gesetzgeber hat zudem einen Mindestluftwechsel für Wohngebäude in der Energiesparverordnung (vgl. EnEV 2014, Paragraf 6, Absatz 2) verankert. Demnach sind detaillierte Lüftungskonzepte unabdingbar und machen in vielen Fällen eine Lüftungsanlage erforderlich. Darüber hinaus fordert die DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept sowohl für Neubauten als auch für Sanierungsobjekte. Ohne ein solches Konzept können Planer heutzutage in Haftung genommen werden, wenn es zu Schäden durch Feuchte und Schimmel kommt. Auch Architekten und SHK-Betriebe sollten diese Tatsachen berücksichtigen und Empfehlungen gemäß dem aktuellen Stand der Lüftungstechnik aussprechen.


Kontrollierte Wohnraumlüftung zahlt sich aus

Wer sich Gedanken über ein solches Lüftungskonzept machen muss oder wem zum Raumbelüften die Zeit fehlt, für den ist der Einbau einer kontrollierten, dezentralen Lüftungsanlage von inVENTer eine sinnvolle Lösung. Sie sorgt automatisch und zuverlässig für ein gesundes Raumklima, vermeidet Schimmel und erhält den Wert des Gebäudes.
Eine kontrollierte Raumlüftung ermöglicht die optimale Anpassung des Luftaustausches an die Räumlichkeiten und die Bewohner. Die intelligenten inVENTer-Lüftungssysteme werden gezielt in die Außenwand eingesetzt und leiten Frischluft von außen bequem durch alle Räume. Die Geräte sind schnell montiert, benötigen keine zusätzlichen Rohrsysteme und lassen sich leicht bedienen. Bei guter Planung verspürt der Nutzer kaum mehr das Bedürfnis das Fenster zu öffnen, weil er permanent von frischer Luft umgeben ist.
Um den Wärmeverlust zu verringern, besitzen die Lüftungsgeräte von inVENTer einen integrierten Wärmespeicher. Dieser nimmt beim Ausströmen der verbrauchten warmen Raumluft die Wärme auf und gibt diese an die frische einströmende Außenluft ab. Es kann dadurch eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent erzielt werden. „Damit können die Vorteile einer dichten Gebäudehülle bestmöglich genutzt und unnötige Lüftungswärmeverluste verhindert werden“, erklärt Joachim Schrader, Gebäudeenergieberater aus Wiesbaden. Für den Einsatz einer dezentralen Lüftungsanlage sprechen aus seiner Sicht zum Beispiel auch die Einsparungen bei der Heizenergie, ein hocheffizienter Gleichstromantrieb und die Förderfähigkeit. Für die Planung und Auswahl der richtigen Raumlüftung ist allerdings der Einzelfall zu betrachten. Es sollte immer ein auf den Bedarfsfall angepasstes Lüftungskonzept erstellt werden.

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